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V.K.I.T.-INFORMATIONEN

info22016Ausblick auf Mitglieder- versammlung + Bundes- kongress 2017 / Resiliens: Umgang mit Belastungen im beruflichen Alltag / Editorial / Wissenschaftstag zur Internatspädagogik / Forum "Internats- und Tagesinternatspädagogik / Schutzkonzepte gegen sexualisierte Gewalt / Vorstellung "Bischöfliches Intenrat in Graz" /Fortbildungen

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In diesem Jahr findet vom 29.-30.06.2017 die Fortbildung zur Prävention im Bonifatiushaus in Fulda statt. Die Referentin wird Frau  Ulli Freund, Diplompädagogin, Referentin für Prävention, sein.
Schutzkonzepte gegen sexualisierte Gewalt sollten von einer präventiven pädagogischen „Kultur“ getragen sein, um ihre Wirkung zu entfalten. Allein das Befolgen von Handlungsempfehlungen und Handreichungen bei der Entwicklung von Schutzkonzepten wird nicht genügen, um alle Möglichkeiten der Prävention in einer Einrichtung auszuschöpfen – und gerade in Internaten als pädagogischen Einrichtungen, wie auch in Schulen, Kindertagesstätten oder stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, stellen sich Herausforderungen an das konkrete pädagogische Handeln.
Anmeldeformular hier:

Ein präventive Erziehungshaltung sollte ein integraler Bestandteil von Schutzkonzepten sein, um Täterstrategien die Anknüpfungspunkte zu entziehen, die einzelne Mädchen und Jungen aufgrund ihrer Biographie, ihrer familiären und schulischen Sozialisation mitbringen, aber auch Anknüpfungspunkte, die Institutionen und Familien traditionell, aber meist aus Unwissenheit den Kindern und Jugendlichen zufügen. Es geht um Risiken, Opfer von sexueller Gewalt zu werden, die durch eine präventive Erziehungshaltung erheblich reduziert werden können. Pädagogische Prävention verlangt Besonnenheit und realistische Ziele: Sie kann Risiken verringern, aber keinen absoluten Schutz garantieren. Prävention ist aber mehr als die Verhinderung von sexueller Gewalt: Sie kann zudem Bedingungen zu schaffen, die es möglich machen, sexuelle Gewalt früher zu beenden und diese Erfahrungen besser verarbeiten zu können.
Prävention von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen liegt in der Verantwortung der Erwachsenen, den pädagogischen Fachkräften und Eltern, denn Mädchen und auch Jungen können sich – auch im Jugendalter - nicht alleine schützen. Die Entwicklung einer präventiven Erziehungshaltung ist bereits Ausdruck dieser Verantwortungsübernahme, denn sie verlangt von Pädagoginnen und Pädagogen, ihre Haltung gegenüber den Kindern und Jugendlichen zu reflektieren, verweist sie also zuerst auf sich selbst.
Im Zentrum der Fortbildung steht das Kennenlernen der verschiedenen Präventionsthemen in ihrer Bedeutung für den Schul- und Internatsalltag. Vielfältige Übungen veranschaulichen die Bedeutung der einzelnen Themen. Materialien für die pädagogische Praxis werden vorgestellt und auf ihre Umsetzbarkeit in Schule und Internat hin diskutiert.